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Der EC Hannover

     

EC Hannover ist die Bezeichnung verschiedener Eishockeyclubs, die seit 1963 in Hannover spielen. Der Eissportclub (EC) Hannover von 1963 geht dabei historisch auf die Eissport-Gesellschaft (RESG) Hannover zurück, die 1948 von Fedor Rose gegründet wurde. Als Nachfolger für den in Konkurs gegangenen EC Hannover wurde der Eislauf-Club (EC) in Hannover 1984 gegründet.

Auch wenn der heutige „EC Hannover Indians“ juristisch und offiziell nichts mit dem „EC in Hannover“ zu tun hat, gilt er doch als sein indirekter Nachfolger. Dieser Verein wurde als „Kleefelder EV Hannover“ gegründet und führte den Eishockeyspielbetrieb ab 1998/99 fort.

Der Spielbetrieb der Profimannschaft wird heute von einer Spielbetriebsgesellschaft mit dem Namen „EC Hannover Indians GmbH“ durchgeführt. Der „EC in Hannover“ war 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga und gehörte dieser Liga bis 1996 an.

Die Nachwuchs- und Frauenmannschaft ist immer noch im „EC Hannover Indians e.V.“ organisiert.

Der Neubeginn in der Regionalliga Nord war geprägt von den vielen alten ECH-Spielern. Zu nennen wären da unter anderem Friedhelm „ZickZack“ Bögelsack, Joachim Lempio, Atze Rädler sowie die Brüder Siggi und Dieter Reiß. Sportlich gesehen war das erste Jahr der Indians nicht von Erfolg gekrönt, allerdings konnte man im nächsten Jahr das Team trotzdem eine Klasse höher in der Oberliga spielen lassen. Grund hierfür waren vor allem die Fans des Vereins die regelmäßig in Scharen zu den Spielen kam und für DEL-Atmosphäre in der 4. Liga sorgten.

Nach zwei Jahren in der Oberliga mit durchschnittlichem Erfolg kam es 2000 aus finanziellen Gründen zu einem Rückzug in die Regionalliga. Die Saison 2001/02 schlossen die Indians mit 48 Siegen in 48 Spielen als Meister in der Regionalliga Nord/Ost und West ab und stellten damit einen deutschen Rekord auf. Der Wiederaufstieg in die Oberliga wurde vom DEB zunächst verweigert, was zu Protestaktionen seitens des Vereins und der Fans führte. Unter anderem wurde eine Anzeige in der Fachzeitschrift "Eishockey News" geschaltet und in der hannoverschen Innenstadt demonstriert.

Man einigte sich schließlich auf eine Teilnahme der Indians an der Oberliga Süd/Ost, was Auswärtsfahrten von durchschnittlich 400km für Mannschaft und Fans bedeutet. In dieser Liga spielten die Indians auch in der nächsten Saison vor über 2.500 Zuschauern pro Spiel.

Seit der Saison 2004/2005 spielen sie wieder unter dem Namen EC Hannover Indians. In dieser Saison erreichten sie auch das Halbfinale der Oberliga-Play-Offs. Die Indians scheiterten jedoch nach 2:0 Führung in den Play-Offs noch mit 2:3 am späteren Oberligameister, den Dresdner Eislöwen, und verpassten somit knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Das "Eisstadion am Pferdeturm" wurde 1959 gebaut und bietet derzeit 4.672 Zuschauern (überwiegend auf Stehplatzrängen) Platz. 1978 wurde das Eisstadion überdacht und gehörte zu diesem Zeitpunkt zu den schönsten Eisstadien in Deutschland. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einem deutlich sichtbaren Verfall des Stadions.

Im Sommer 2003 wurde die Pacht für das Stadion durch die Stadt Hannover ausgeschrieben, es bewarben sich der Verein selbst und der Gastronom Herbert Müllerchen. Letzter erhielt den Zuschlag und hat mit der Renovierung des Stadions begonnen.

Im Sommer 2004 wurden größere Umbaumaßnahmen am Eisstadion vorgenommen. Dabei wurde das Dach auf der Eingangseite um einen Abschnitt vergrößert. Die Strafbank wurde neu gestaltet und die veralteten Sitzplätze wurden erneuert. Weiterhin wurde die Bande komplett erneuert.

Die Fans vom EC Hannover sind das derzeitige Kapital des Vereins. Zu den Ligaspielen kommen immer über 2.000 Fans und zu Topspielen kommen häufig über 3.000, welche für DEL-Stimmung sorgen.

Auch zu Auswärtsspielen reisen je nach Entfernung regelmäßig viele Fans mit. Für Aufsehen sorgten in den letzten Jahren der Sonderzug in die Wedemark oder die Schifffahrten nach Wolfsburg. Als Aushängeschild ist hierbei das Fan-Projekt zu nennen.

Quelle: http://de.wikipedia.org